Diskussion

Bisher 8 Kommentare zu “Stress und Zeitnot als Folge sozialer Beschleunigung”

  1. Beautybaerchi sagt:

    Das ist wirklich ein toller Artikel zu einem spannenden Thema. Da werde ich doch mal einen Blick in das Buch werfen. Ich habe manchmal auch das Gefühl, das die Leute ich mit dem Stress fast schon über bieten wollen. Wenn ich nicht sagen kann wie stressig und anstrengend es ist (privat und bei der Arbeit) dann fühle ich mich im Vergleich zu anderen fast schon faul und damit schlecht :( eigentlich eine traurige Entwicklung :(

  2. Lakritz sagt:

    Hey,
    ich finde den Artikel auch ganz toll! Besonders den Absatz, in dem du das „unbestimmte Gefühl“ beschriebst, dass To-do-Punkte hinterlassen, die nicht an eine deadline gebunden sind.
    Kenne ich gut.
    Ich habe zB kein Smartphone und werde dafür oft belächelt und denke auch oft, dass ich dadurch den Anschluss verliere (allerdings verdaddele ich zB sehr gerne Zeit im Netz zwecks Recherche oder zum Zeitvertreib, aber das konnte man auch schon früher weniger sinnvoll per Fernseher tun ;), ich habe aber auch oft das Gefühl, dass ich viele Probleme des „modernen Menschen“ garnicht habe. Ich verpasse mehr, aber merke das ja nicht (sozial). Ich bin nicht immer in der Realität und einer parallelen Realität unterwegs (hatte ich früher krass, als ich noch bei FB war). Ich bin aber anders als früher weniger mit persönlichen Eitelkeiten (dies und das posten, noch schnell das Mittagessen fotografieren etc) beschäftigt. Und wenn doch, dann klebe ich das zeitaufwendig in Erinnerungsbücher. Aber oh Wunder: Dinge, die Zeit beanspruchen, geben einem auch ein anderes Gefühl, als wenn man sie schnell nebenher erledigen kann (Nähen versus shoppen…mittlerweile ähnlich teuer, aber ab einem gewissen Punkt überwiegt bei mir die Befriedigung durch den Schaffensprozess wesentlich gegenüber dem Shoppen…). Und wenn ich vorher wüsste, wie gut man sich nachher fühlt, hätte ich auch schon früher jede Party/jedes Treffen FB und andere sozialen Medien vorgezogen. So züchtet man tatsächlich seine tausend Freundschaften etc, aber verliert seine echten Freunde aus den Augen. Aber das führt gerade auch vom Thema weg.
    Wäre aber auch interessant. Jedenfalls ernte ich auch immer mittleidige Blicke, wenn ich mit einem Stadtplan durch die Stadt ziehe, eine Buch lese oder mein Handy AUFKLAPPE. Zuletzt wurde ich gefragt, ob ich mein Festnetztelefon dabei habe.
    Ich überlege aus praktischen Gründen (familyplaner etc) immer mal wieder zum SP zu wechseln, aber irgendwie….will ich nicht. Ich weiß, dass esmich krass ablenken würde. Allein schon wieder die tausend Apps, die einem das Leben erleichtern könnten, wenn man die OPTIMALE endlich gefunden hat! ;))
    Liebe Grüße, cooler Artikel! Danke fürs Teilen!

    • Jess sagt:

      Ich find es cool, dass du kein Smartphone hast, wenngleich es für mich schon beruflich gar nicht möglich wäre. Aber in meiner Freizeit lasse ich es auch gern mal zu Hause und stelle generell lieber auf lautlos, um nicht andauernd unterbrochen oder abgelenkt zu werden. Die Karten-Apps sind auf jeden Fall echt praktisch. :D Das mit dem Anschluss ist natürlich so eine Sache. Einerseits möchte man nicht hinterher sein, weshalb ich mir letztens auch die Pokemon-App genau hab erklären lassen, obwohl sie mich eigentlich 0 interessiert. Andererseits sind viele Sachen auch so kurzlebig, dass man sie auch gar nicht kennen muss – so schnell wie sie wieder der Vergangenheit angehören. Ich denke da kommt es in manchen Fällen auch auf den Beruf an. Einige soziale Medien würde ich vermutlich gar nicht nutzen, wenn ich nicht bloggen würde. Facebook und WhatsApp hingegen kommen mir auch bei privaten Absprachen sehr entgegen.
      LG, die Jess
      *PS: Danke für dein Danke! :)

  3. Ich hab‘ im Studium auch Teile aus dem Buch lesen müssen…toll! Vielleicht sollte ich wirklich mal das ganze Buch lesen^^

    • Jess sagt:

      Haha! Absolut! Ich liebe ja auch sämtliche Artikel und Aufsätze von Rosa. Man ließt immer mal wieder etwas in der Psychologie heute oder diversen Sammelbänden. Ich bin auch auf das neue Buch „Resonanz“ gespannt, hab es aber noch immer nicht geordert.

  4. Julia sagt:

    Hey, ich schreibe gerade auch eine Hausarbeit über das Buch und halte einen Vortag. Du hast das ganze echt sehr gut auf den Punkt gebracht. Ist echt unglaublich, wie man sich beim Lesen des Buches ständig selbst wieder erkennt. Was genau habt ihr in der Uni denn dazu gemacht?

    • Jess sagt:

      Hey Julia, ich hatte das Thema im Rahmen eines Seminars zu Theorie und Philosophie der Medienanthropologie. Jeder sollte sich ein Werk aussuchen und dann gab es ein Referat + Hausarbeit. Ich hatte damals dann Rosa gewählt. Im Vortrag ging es „nur“ darum das Buch und den Kern der Theorie mit dem Akzelerationszirkel darzustellen. Im Anschluss wurde im Seminar darüber diskutiert. Meine Hausarbeit habe ich dann schließlich zur Beschleunigung im Journalismus geschrieben. (Historische Entwicklung + aktuelle Tendenzen)
      Über welches konkrete Thema schreibst du denn?

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